Die Ukraine wird keinen Vertreter zum Eurovision Song Contest 2019 schicken, welcher im Frühling in Israel stattfindet.

"Die Sängerin Maruv gewann die Nationale Auswahl des Eurovision. Der öffentlich-rechtliche Sender schlug vor, wie jedes Jahr ein Abkommen über den Vertreter der Ukraine zu schließen. Nach den Verhandlungen weigerte sich Maruv jedoch, das Dokument zu unterzeichnen", heißt es in der Erklärung.

Darüber hinaus teilte das öffentlich rechtliche Fernsehen der Ukraine mit, dass sie den ukrainischen Teilnehmer selber auswählen könnten. Es wurde sich letztlich dagegen entschieden, da die Wahl der Zuschauer respektiert werden sollte. Daher wurden die Finalisten der nationalen Vorauswahl kontaktiert. Die Bands Freedom Jazz und Kazka lehnten das Angebot jedoch ab, die Ukraine beim Eurovision 2019 zu vertreten.

Die nationale Vorauswahl lenkte die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf das systematische Problem der Musikindustrie in der Ukraine: Die Beziehungen der Interpreten mit dem Aggressor-Staat Russland, sind immer noch sehr eng, obwohl der militärische Konflikt bereits vor fünf Jahren begann.

"In dieser Situation wurde gemäß dem Gesetz über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und angesichts der extremen Politisierung während dem Vorentscheid, sich entschieden nicht am Internationalen Liederwettbewerb "Eurovision-2019" zu beteiligen", heißt es dazu in einer veröffentlichten Erklärung.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunkveranstalter initiiert den sozialen Dialog in Form einer Talkshow, durch Foren und Diskussionen, an denen führende Experten dieses Sektors teilnehmen, um die Position der ukrainischen Gemeinschaft in Bezug auf dieses Problem zu positionieren und einen Gesetzesentwurf zu entwickeln, der die Situation im Rahmen der Zusammenarbeit der ukrainischen Darsteller mit dem Angreiferstaat in der Zukunft regeln soll.