Die kriminelle Gruppe bestand aus 12 ehemaligen Bürgern der Russischen Föderation. Die beiden Organisatoren des illegalen Online-Glückspielrings sind für Verdächtig erklärt worden.

Nach Angaben der Polizei organisierte eine Gruppe von Russen 2010-2012 ein Online-Glücksspielgeschäft in ihrem Heimatland. Später, wegen der Verfolgung in Russland, zogen sie in die Ukraine und setzten ihre Geschäfte hier fort.

Die Polizei fand acht Online-Casinos, die sie eingerichtet hatten: eldoradoclub.com, vulkanclub.com, 24vulkan.com, slotvulkanclub.com, estcasino.com, greencasino.com, anonymcasino.com, pharaonclub.com. Die Websites waren auf Kunden in der GUS ausgerichtet, Transaktionen erfolgten mit russischen Banken und Zahlungssystemen.

Während 15 Razzien in Büros, die den Casinos dienten, identifizierte die Polizei ungefähr 80 beteiligte Personen. Darunter waren Entwickler, Webdesigner, Administratoren, Supportmitarbeiter, Call-Center-Betreiber und Buchhalter.

Über 100 Computer, Mobiltelefone, Datenträger, Fahrzeuge, ein US-Bankscheckbuch, russische Pässe von Mitgliedern des Glückspielrings, Dokumente, aber auch Waffen, Patronen, Drogen und ausländische Barmittel wurden konfisziert.

Alle Teilnehmer des Glückspielrings, zwischen 28 und 34 Jahren, wurden identifiziert. Einige von ihnen hatten die Staatsbürgerschaft der Ukraine angenommen. Die Rechtmäßigkeit der ukrainischen Staatsbürgerschaft wird nun von den Strafverfolgungsbeamten überprüft.

Die zwei Hauptorganisatoren wurden bereits der Tatsache verdächtigt, Glücksspiele im Internet zu organisieren und durchzuführen (Online-Casinos) Teil 1 - Artikel 203-2 - des Strafgesetzbuches der Ukraine (Beitreibung von Glücksspielunternehmen). Das Darnytsky Bezirksgericht in Kiew soll nun eine vorbeugende Haftmaßnahme verhängen. Eine Kaution von 1 Million Hrywnja [ca. 30.000€] soll demnach auferlegt werden. Die Untersuchung des Falles geht unterdessen weiter.

Casino- und Glücksspielunternehmen sind seit dem Frühjahr 2009 in der Ukraine verboten.