Die Mitarbeiter des Zentralen Ermittlungsbüros Polens, die für die Bekämpfung von Cyberkriminalität verantwortlich sind, haben in Zusammenarbeit mit dem FBI einen 44-jährigen ukrainischen Staatsbürger festgenommen, der verdächtigt wird, bösartige Programme verbreitet zu haben, heißt es in einem Bericht der Radiostation RMF24.

Der Mann war in der Datenbank von Interpol aufgeführt und ein internationaler Haftbefehl wurde auf ihn ausgestellt.

Das Zentrale Ermittlungsbüro Polens begann nach dem Hacker zu suchen, nachdem sich herausstellte, dass dieser sich im südlichen Teil Polens befinden könnte. Er wurde schließlich in Bielsko-Biala aufgespührt, wo er dann auch festgenommen wurde.

"Der Mann steht im Verdacht, an einer organisierten kriminellen Gruppe beteiligt zu sein, die Malware und Hackerangriffe verbreitete. Böswillige Software überwachte und dann Daten von Kreditkarten herausgefiltert hatte. Die Verluste durch die kriminellen Aktivitäten werden auf mehrere hundert Millionen Dollar geschätzt", heißt es in dem Bericht.

Dem Hacker droht in den Vereinigten Staaten eine Gefängnisstrafe von bis zu 30 Jahren.

Er befindet sich derzeit in Untersuchungshaft und wartet auf die Entscheidung über seine Auslieferung in die USA.