Die Verletzung des INF-Vertrags über nukleare Mittelstreckensysteme (Intermediate Range Nuclear Forces) durch Russland stellt eine direkte Bedrohung für die Sicherheit der Ukraine dar.

Dies erklärte der Verteidigungsminister der Ukraine, Stepan Poltorak, nach einem Nato-Besuch in Brüssel gegenüber der Nachrichtenagentur Ukrinform.

Der Minister sagte: „Russland verstößt schon lange gegen diesen Vertrag. Was die Ukraine betrifft, fingen sie (die Russen) ihn an zu verletzten, als sie ihre Iskander-Raketenkomplexe fast 50 Kilometer von der Grenze zur Ukraine stationierten. Derzeit sind die Raketenkomplexe in den Regionen Rostow, Krasnodar und Belgorod stationiert und stellen eine direkte Bedrohung für die Sicherheit der Ukraine dar.“

Laut Poltorak verurteile die Ukraine die Verletzung des Abrüstungsvertrags durch Russland.

„In Bezug auf die ukrainischen Streitkräfte, ausgehend aus unseren Möglichkeiten, planen wir und tun unsere Arbeit, um die Bedrohungen durch die Russische Föderation gegen die Ukraine zu minimieren“, betonte Poltorak.

Der INF-Vertrag zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion trat nach seiner Unterzeichnung im Dezember 1987 im Juni 1988 in Kraft. Der Vertrag verbot alle landgestützten Raketen mit einer Reichweite von 500 bis 5.500 Kilometern.

Die USA werfen Russland systematische Vertragsverletzung vor und kündigten den Vertrag daraufhin.


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