Das ukrainische Außenministerium hat gegen die Eröffnung der Kertsch-Brücke protestiert, die das russische Festland und die besetzte Krim verbindet.

Russland habe die Brücke illegal und ohne Zustimmung der Ukraine gebaut, so der Pressedienst des Ministeriums.

"Das Außenministerium der Ukraine drückt seinen entschiedenen Protest gegen die Eröffnung der Brücke über die Meerenge von Kertsch aus und betont erneut, dass Russland diese Infrastruktureinrichtung illegal und ohne die Zustimmung der Ukraine gebaut hat", heißt es in der Erklärung.

Das Außenministerium berichtet weiter, dass die Handlungen Russlands grundsätzlich gegen die gemeinsamen Normen und Prinzipien des Völkerrechts verstoßen und eklatant gegen das UN-Seerechtsübereinkommen von 1982 und seine bilateralen Verpflichtungen gegenüber der Ukraine verstoßen.

In Anbetracht der bewaffneten Aggression Russlands gegen die Ukraine und der Annexion der Krim interpretiert das Außenministerium diese Aktionen als einen Versuch, die Annexion eines Teils des Hoheitsgebiets der Ukraine zu legitimieren.

"Der Bau der Brücke kann, wie jede andere Aktion der Kreml-Besatzungsbehörden, den Status der Autonomen Republik Krim und der Stadt Sewastopol als untrennbaren Teil der Ukraine innerhalb ihrer international anerkannten Grenzen nicht verändern", heißt es in der Erklärung.

Als Besatzungsstaat trägt Russland die volle Verantwortung für die Folgen seiner internationalen illegalen Aktionen und für den Schaden, den sie angerichtet haben könnten.

Die Ukraine bemüht sich weiterhin um eine Ausweitung der nationalen und internationalen Sanktionen gegen Personen und juristische Personen, die am illegalen Bau der Kertsch-Brücke beteiligt sind.

Der russische Präsident Wladimir Putin reiste heute auf die Krim zur Eröffnung der Kertsch-Brücke.