Ungarn blockiert weiterhin Treffen der Ukraine-NATO-Kommission mit dem Ziel, die Ukraine unter Druck zu setzen und so das Gesetz "Über Bildung" aufzuheben, sagte der ukrainische Botschafter bei der NATO, Wadym Prystaiko.

"Ungarns Ziel ist es, Schwachstellen zu attackieren, bis wir die Umsetzung des Bildungsgesetzes aufgeben. Tatsächlich sind die Treffen der Ukraine-NATO oberhalb der Botschafter-Ebene blockiert. Dies ist ein ernstes politisches Problem in unseren Beziehungen zur NATO. Wir arbeiten an einer Lösung", sagte Prystaiko in einem Interview mit der in Kiew ansässigen Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine.

Prystaiko sagte, die ukrainischen NATO-Partner erklärten Ungarn, dass die Frage der Bildungssprache wieder in das bilaterale Format umgewandelt werden sollte.

"Die Position des ungarischen Außenministers Péter Szijjártó wird von ungarischen Spitzenpolitikern unterstützt. Ungarn missachtet allerdings den Konsensgrundsatz in der NATO", fügte der Diplomat hinzu.

Prystaiko sagte weiter, der ukrainische Außenminister der Ukraine, Pawlo Klimkin, habe bereits eine Einladung erhalten, an dem Treffen der Außenminister der beitragenden Länder der NATO-Mission "Resolute Support" in Afghanistan am 4. und 5. Dezember teilzunehmen.