Vertreter der Vereinigten Staaten, Deutschlands und Frankreichs planen, in Kürze Konsultationen zum Normandie-Format abzuhalten, an denen auch die Ukraine und Russland beteiligt sind.

Der US-Sonderbeauftragte für Ukraine-Verhandlungen Kurt Volker erklärte gegenüber dem ukrainischen Dienst von Voice of America, er stehe in engem Kontakt mit europäischen Partnern, und die nächste Runde der Konsultationen solle bereits in der kommenden Woche stattfinden.

Nachdem am 6. August 2019 in Donbass vier ukrainische Soldaten während des sogenannten "Ernte" -Stillstands getötet worden waren, forderte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski die vier Staats- und Regierungschefs des Normandie-Formats auf, so bald wie möglich ein Treffen abzuhalten.

Der französische Präsident Emmanuel Macron versicherte in einem Telefongespräch mit Selenski daraufhin, er werde am 19. August mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Beilegung der Situation in Donbass sprechen.

Außerdem bereiten Ad - hoc - Vertreter der teilnehmenden Länder Dokumente vor, die voraussichtlich von der EU unterzeichnet werden.

Der ukrainische Botschafter Andriy Melnyk sagte, Deutschland habe die Bereitschaft bestätigt, die Gespräche im Normandie-Format bezüglich des Donbass voranzutreiben.

Der stellvertretende US-Sekretär im Europäischen und Eurasischen Büro des US-Außenministeriums, George Kent, erklärte im Anschluss, dass eine Änderung des Normandie-Formats mit allen Beteiligten vereinbart werden sollte.

"Die Ukraine hat das Recht, nach Partnern zu suchen, um einen der größten Konflikte in Europa zu lösen. Gegenwärtig gibt es ein Normandie-Format zwischen vier Ländern. Die USA haben ihre Bereitschaft bekundet, an der Lösung des Donbass-Konflikts aktiv mitzuwirken. Es bedarf allerdings der Zustimmung aller Parteien, um ein neues Format zu vereinbaren", sagte Kent gegenüber dem ukrainischen Dienst von Voice of America.

"Unser Engagement für die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine ist unerschütterlich, und wir glauben, dass der Donbass genau wie die Krim ein Teil der Ukraine ist", so Kent.