Der US-Sonderbeauftragte für Verhandlungen in der Ukraine Kurt Volker hat betont, die USA und der Rest Europas sollten ihren Fokus mehr auf die Situation im Donbass richten.

"Wir werden nicht ermatten und es vergessen. Alle unsere Gesellschafts- und Regierungsbehörden müssen die Aufmerksamkeit auf diese humanitäre Katastrophe richten, da es nur ein paar Stunden dauert, um von Berlin oder München aus dorthin zu fliegen", sagte Volker während der Ansprache des 15. Jalta European Strategy (YES) Jahrestreffen unter dem Motto "The Next Generation of Everything" organisiert von der Victor Pinchuk Foundation.

Volker stellte fest, dass es bisher keine Fortschritte bei der Konfliktlösung gegeben habe.

"Die Ukraine müsste einige Schritte bei den Minsker-Vereinbarungen machen (Sonderstatus, Kommunalwahlen) - diese sind allerdings nicht möglich, es sei denn, es gibt Sicherheitsgarantien (für die Ukraine). Deshalb haben wir ein Friedenskontingent angeboten, das die russischen Streitkräfte ersetzen würde. Damit würde Sicherheit geschaffen werden. Dieses Angebot liegt auf dem Schreibtisch, Russland sollte es ernst nehmen", sagte Volker.

Der Sondergesandte des US-Außenministeriums in der Ukraine stellte fest, dass die Bemühungen über Sanktionen gegen Russland fortgesetzt werden müssen und dass die russische Bevölkerung über die genauen Kosten der russischen Aggression gegenüber der Ukraine informiert werden müsse.