Dänemark hat immer noch keine Genehmigung für den Bau der Pipeline Nord Steam 2 erteilt.

Nun droht der Erdgasleitung eine Bauverzögerung. Dies erklärte der offizielle Vertreter des Unternehmens Nord Stream 2 AG, Jens Müller, meldet der polnische Hörfunk.

"Alles ist darauf angewiesen, wann wir eine Genehmigung von Dänemark erhalten. Wird diese demnächst erteilt, wird das Projekt rechtzeitig abgeschlossen. Aber wegen der Verzögerungen bezüglich der Erteilung der Genehmigung gibt es ein Risiko der Verzögerung des Projektes und dazu Mehrkosten", sagte Müller.

Der Bau der Ostseepipeline Nord Stream 2 in deutschen Territorialgewässern laufe Müller zufolge planmäßig.

Da es allerdings noch keine Einigung zum Trassenverlauf im Raum der Insel Bornholm gibt, wurden die Bauarbeiten vorerst eingestellt.

Zuvor teilten Massenmedien mit, dass der Bau der Erdgaspipeline Nord Stream 2 bis zu acht Monate verzögert werden könnte. Die daraus resultierenden Extrakosten könnten 660 Millionen Euro betragen.

Die Gaspipeline Nord Stream 2 wird aus Russland durch die Ostsee nach Deutschland unter Umgehung der Ukraine gebaut.

Die Transportkapazität der Erdgasleitung soll jährlich 55 Milliarden Kubikmeter Gas ausmachen. Die Länge der Gasleitung beträgt 1200 km. Nord Stream 2 soll Ende 2019 in Betrieb gehen.

Getragen wird das Projekt vom russischem Gazprom gemeinsam mit den europäischen Energieunternehmen Engie, Uniper, OMV, Shell und Wintershall.

Die Ukraine, die USA, Polen und die Baltikum-Länder treten gegen dieses Projekt aktiv auf. Nord Stream 2 werde die Abhängigkeit der EU von Gazprom erhöhen. Zudem droht Donald Trump dem Projekt mit Sanktionen.


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