Verhandlungen über Präsidentschaftskandidaten des “Oppositionsblocks”. Serhij Ljowotschkin verhandelt mit den Oligarchen Rinat Achmetow und Viktor Medwedtschuk über die Bildung einer gemeinsamen Partei für die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen, die in der Ukraine im kommenden Jahr stattfinden.

Ljowotschkin ist einer der Anführer des “Oppositionsblocks”. Er war einst Leiter der Präsidenten-Administration unter dem 2014 während der Revolution der Würde nach Russland geflohenen ehemaligen Staatschef Viktor Janukowytsch. Ljowotschkin schlägt vor, Jurij Bojko als einzigen Präsidentschaftskandidaten aufzustellen und mit einer gemeinsamen Partei bei den Parlamentswahlen anzutreten.

Dieser Vorschlag gilt nicht nur dem Achmetow-Flügel innerhalb des “Oppositionsblocks”, sondern auch Wadym Rabinowitsch, mit dem Ljowotschkin noch bis vor kurzem einen Konflikt in der Öffentlichkeit ausgetragen hatte. Damit Ljowotschkins Plan Erfolg hat, muss Rabinowitsch seine Kandidatur zugunsten Bojkos aufgeben. Auch müsste Rabinowitschs Partei “Für das Leben” mit dem “Oppositionsblock” fusionieren.

Umfragen. Keiner der möglichen Präsidentschaftskandidaten erreicht derzeit mehr als 10 Prozent. Das geht aus einer Studie von GfK Ukraine hervor. Nach wie vor führt in den Umfragen Julia Tymoschenko mit rund 10 Prozent, gefolgt vom Showman Wolodymyr Selenskyj (7 Prozent). Der ehemalige Verteidigungsminister Anatolij Hryzenko und der Musiker Swjatoslaw Wakartschuk erreichen jeweils 6 Prozent. Der jetzige Präsident Petro Poroschenko, Jurij Bojko vom “Oppositionsblock” und der Führer der “Radikalen Partei”, Oleh Ljaschko, kommen jeweils auf 5 Prozent.


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