Jacek Czaputowicz, der polnische Außenminister, schlägt eine Änderung des Formats der Treffen der Ukraine-NATO-Kommission vor, um das Veto Ungarns für formelle Treffen zu umgehen.

Nach Ansicht von Czaputowicz ist es notwendig, eine Möglichkeit zu finden, "weniger förmliche" Treffen zwischen Kiew und Brüssel abzuhalten. Auch in Zukunft sei mit weiteren Vetos der ungarischen Regierung für förmliche Ukraine-NATO-Treffen zu rechnen. Dies hatte Ungarn bereits mehrfach angekündigt.

"Vielleicht finden wir einen Ausweg, ein anderes, weniger formelles Format, so dass die Ukrainer ständig an dieser Diskussion teilnehmen können", sagte Czaputowicz. Die zukünftigen Vetos aus Ungarn, könnten so umgangen werden.

Am 23. April blockierte Ungarn das Ministertreffen der Ukraine-NATO-Kommission zum dritten Mal und brachte damit seine Beschwerde gegen die Sprachklausel des ukrainischen Bildungsgesetzes zum Ausdruck.

Im Oktober 2017 legte Budapest gegen eine Einberufung der NATO-Ukraine-Kommission, die für den 6. Dezember geplant war, Einspruch ein. Die ungarische Regierung forderte auch damals eine Revision der Sprachstandards des Bildungsgesetzes.

Am 20. März gab der ungarische Außenminister Peter Szijjarto zudem seine Absicht bekannt, die Teilnahme des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko am NATO-Gipfel, der im Juli 2018 in Brüssel stattfinden soll, zu blockieren.