Der russische Staatssender “Rossija 1” hat eine neue Polit-Talkshow mit dem Titel “Wer ist dagegen?” gestartet.

Eigentlich laufen die meisten Talkshows im russischen Fernsehen am Abend. Doch die neue Talkshow richtet sich an die Zuschauer am Nachmittag. Damit wird der Einfluss mit Inhalten, die von der russischen Regierung forciert werden, weiter ausgebaut.

Moderator der Talkshow ist Sergej Michejew, einer der bekanntesten russischen Kreml-freundlichen Politologen. Michejew hat den Ruf eines “Stürmers” gegen die Ukraine und die ukrainische Führung. Er vertritt offen eine negative Meinung zur EU und den USA. Aufgrund seiner radikalen Botschaften und seiner häufigen Hassrede gilt er in der EU seit 2014 als unerwünschte Person.

Obwohl sich die Talkshow als Alternative zu bestehenden positioniert, zeigte ihre erste Ausgabe, dass sie in Wirklichkeit nur eine weitere Plattform ist, die dem Kreml Gelegenheit dazu gibt, seine Botschaften zu verbreiten. Ein großer Teil der ersten Ausgabe war der Ukraine als “nazistischer Staat” gewidmet. An der ersten Ausgabe war auch Wladimir Solowjow beteiligt, ein bekannter russischer Kreml-freundlicher TV-Moderator, der ebenfalls anti-ukrainisch und anti-westlich auftritt.

Der Start der neuen Talkshow “Wer ist dagegen?” macht eine weitere Radikalisierung der russischen Medien deutlich, was vor den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine auch erwartet worden war. Die Wahlen finden am 31. März statt. Moskau mobilisiert beachtliche Ressourcen, einschließlich der Medien, um den politischen Prozess in der Ukraine zu beeinflussen.


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