Der ukrainische Fernsehsender "1+1" berichtete am Freitag dem 09. Februar, über einen "Versuch von politischer Verfolgung vor den Wahlen". Die beschuldigte Nationalbank der Ukraine, dementierte dies. Auch der ukrainische Präsident kommentierte den Vorgang nun.

Am 8. Februar forderte die Bankenprüfstelle der Nationalbank der Ukraine (NBU) Kontoauszüge der Topmanager, Präsentatoren und Journalisten von "One Plus One Media", von Konten der Privatbank und ihrer Tochtergesellschaft welche in Zypern ansässig ist, an.

Die vom Medienhaus veröffentlichte Untersuchung erwähnt Oleksandr Tkaschenko, Oleksandr Dubinskyy, Wolodymyr Zelenskyy, Alla Mazur, Natalya Mosiyschuk, Lidiya Taran, Solomija Vitwizka, Marichka Padalko, Ivanna Nayda und andere.

"Wir betrachten diese Untersuchung als direkten Druck der politischen Führung des Landes und als einen Versuch politischer Verfolgung vor den Wahlen", sagte One Plus One Media in einer Erklärung.

Die NBU wies die Vorwürfe zurück und sagte, dass eine Inspektion der Privatbank, die früher dem Oligarchen Ihor Kolomojskyj gehörte, eine Reihe von zweifelhaften Transaktionen ergab. Kolomojskyj ist der Besitzer von One Plus One Media.

Poroschenko: Einmischung in die Arbeit von Journalisten ist inakzeptabel

"Nach meiner Rückkehr aus Österreich habe ich mit dem Präsidenten über die Situation der Journalisten des Kanals "1+1" gesprochen. Der Standpunkt des Präsidenten ist klar: Jegliche Aktion, die von Journalisten als Einmischung in ihre berufliche Tätigkeit wahrgenommen werden kann, ist inakzeptabel", berichtete Poroschenkos Pressesprecher Wyacheslaw Tsegolko auf Facebook.