Eine Fläche von 16.000 Quadratkilometern, in der Ostukraine ist mit Sprengstoffen und Munitionsblindgängern kontaminiert und muss davon gesäubert werden, berichtet der Leiter der Abteilung des Ministeriums für Umweltsicherheit und Bergwerkstätigkeit des Verteidigungsministeriums, Maksym Komisarow.

"Etwa 7.000 Quadratkilometer Land, welches von der Ukraine kontrolliert wird, ist mit Explosivstoffen und 9.000 Quadratkilometer [von der Regierung] unkontrolliertes Land sind kontaminiert", sagte Komisarow auf einer Pressekonferenz in Kiew.

Komisarow merkte an, dass die Munition, die den Söldnern von Russland aus geliefert wird, oft extrem alt ist und nicht explodiere, daher oft auf dem Boden liegen bleibend. "Dies ist die größte Bedrohung".

Seit dem Beginn des Krieges im Donbass wurden 2.558 Zivilisten, darunter 242 Kinder, infolge von Detonationen durch Sprengstoff getötet. Bis März 2018 wurden 273 ukrainische Soldaten getötet und rund 1000 Soldaten wurden durch Detonationen verletzt.

Seit 2014 wurden etwa 26.000 Hektar der Gebiete gesäubert und mehr als 346.000 Sprengstoffe dabei zerstört.

"Die geräumten Gebiete können jedoch nicht als sicher betrachtet werden, da die russischen Söldner trotz der Minsker Vereinbarungen weiterhin unsere Territorien beschießen, die Gebiete dabei immer wieder kontaminieren und wir den gleichen Standort mehrmals bereinigen müssen", erklärte der Abteilungsleiter des Ministeriums für Umweltsicherheit.

Ihm zufolge arbeiten 50 Minenräumteams des staatlichen Notdienstes und des staatlichen Sondertransportdienstes in der Gegend.

Im vergangenen Jahr haben internationale NGOs wie "HALO Trust", "Danish Demining Group" und "FSD" damit begonnen, den ukrainischen Experten bei der Minenräumung zu helfen.

Der Minister für zeitweilig besetzte Gebiete und Binnenvertriebene, Wadym Schernysch, sagte zuvor, dass es mehr als 800 Millionen Dollar kosten könnte, den gesamten Donbass von Landminen zu säubern.

Experten berichteten, dass die Entminung des Donbass 10-15 Jahre dauern würde, dieser Prozess würde der Ukraine alleine "mehr als 1 Milliarde Dollar" kosten.