Vor 32 Jahren, am 26. April 1986, explodierte am Kernkraftwerk Tschernobyl Reaktor 4. Dies war die größte technogene Katastrophe der Geschichte.

Der Unfall ereignete sich am um 1.23 Uhr Ortszeit. Nach der Explosion kam es zu einem Brand. Der Brand auf dem Dach des Reaktors wurde gegen 5 Uhr gelöscht. Den Brand im Reaktor bekamen die Einsatzkräfte erst am 10. Mai unter Kontrolle. Große Mengen an radioaktivem Material wurden in die Luft geschleudert und verteilten sich über die heutige Ukraine, Weißrussland und Russland sowie über vielen Ländern in Europa. Auf der siebenstufigen Ines-Skala (International Nuclear and Radiological Event Scale) wurde die Katastrophe mit der Stufe 7 bewertet.

Über dem zerstörten Reaktor wurde 1986 ein provisorischer Schutzmantel aus Stahlbeton, bekannt als „Sarkophag“ errichtet. Am 15. Dezember 2000 wurde das Kernkraftwerk Tschernobyl stillgelegt. Am 29. November 2016 wurde über dem Unglücksreaktor eine neue Schutzhülle (New Safe Confinement) geschoben. Die Konstruktion soll die Reaktorruine und den 1986 gebauten „Betonsarkophag“ mindestens die nächsten 100 Jahre schützen. Eine Inbetriebnahme der neuen Schutzhülle ist im November 2018 geplant.


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