Während Anti-Sabotageübungen, die im August dieses Jahres stattfanden, wurden die Sondereinsatzkräfte der ukrainischen Armee beauftragt, in die wichtigsten Munitionsdepots des Landes einzudringen und bedingte subversive Handlungen durchzuführen.

Im Verlauf der Übung gelang es den Spezialeinheiten, ungehinderten Zugang zu allen Standorten einer Aufgabenliste zu erhalten. Das heißt, im Falle eines tatsächlichen subversiven Aktes, hätten feindliche Eindringlinge womöglich ähnlich leichten Zugang erhalten können, berichtet der ukrainische Journalist Jurij Butusow auf ZN.UA.

Laut dem Journalisten sind die Bemühungen zur Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen auf Munitionslagerplätzen in der Ukraine weiterhin unzureichend.

Heute besteht eine Sabotagegefahr für die drei verbleibenden strategischen Arsenale: das 47. Arsenal des Bodentruppenkommandos (Gebiet Chmelnyzkyj), die 222. Zentralartilleriemunitionsbasis (Gebiet Tscherkassy) und die 1322. Artilleriemunitionsbasis, stellt der Experte fest.

Eine der Gruppen, die an den Übungen teilnahm, schaffte es demnach ungehinderten Zugang zu einem der Munitionslager in der Zentralukraine am hellichten Tag zu erlangen und wurde von den Sicherheitskräften nicht bemerkt.

"Es besteht kein Zweifel, dass der Feind am Vorabend der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen versuchen wird, Sabotageakte auch in anderen Depots durchzuführen", warnt Butusow und fordert zudem die zuständigen Behörden auf, den Schutz der Munitionslagerstätten zu erhöhen.