Der Sonderstaatsanwalt gegen Korruption, Nazar Kholodnytskyi, hat alle Vorwürfe gegen ihn abgestritten und erklärt, dass er nicht zurücktreten wolle.

Kholodnytskyi sagte, er habe sich noch nicht mit den Beschwerden vertraut gemacht, die gegen ihn bei der Qualifikations- und Disziplinarkommission der Staatsanwaltschaft erhoben wurden.

"Sie werden dort keine Korruptionsverbrechen finden", so Kholodnytskyi.

Der Antikorruptions-Staatsanwalt sagte weiter, dass er sich nicht für schuldig hält und dass er seine Position verteidigen wolle. Er bestehe darauf, dass alle Aufnahmen, die von dem Abhörgerät gemacht wurden, das in seinem Büro platziert wurde, veröffentlicht werden sollten.

Laut Kholodnytskyi gäbe es nichts Außergewöhnliches auf den Audioaufnahmen. Er erklärte desweiteren die Absicht, seine Unschuld in einer Sitzung der Qualifikations- und Disziplinarkommission der Staatsanwaltschaft zu beweisen.

Der Direktor des Nationalen Antikorruptionsbüros, Artem Sytnyk, äusserte, dass Kholodnytskyi verdächtigt werde, Druck auf ein Gericht ausgeübt zu haben, um ungesetzliche Entscheidungen zu treffen und Druck auf Regierungsbeamte und Zeugen auszuüben, damit diese falsche Zeugenaussagen abgeben.

Laut Sytnyk weigere sich das Nationale Antikorruptionsbüro, weiter mit Kholodnytskyi zu arbeiten.

Generalstaatsanwalt Jurij Luzenko hatte zuvor die Qualifikations- und Disziplinarkommission der Staatsanwaltschaft aufgefordert, Kholodnytskyi zu entlassen.