Die rumänische Regierung hält es für notwendig, den Dialog mit der Ukraine in einem multilateralen Format fortzusetzen, insbesondere innerhalb der NATO, trotz des immer noch ungelösten Streits wegen der Sprachklausel des neuen ukrainischen Bildungsgesetzs.

Dies betonte der Staatssekretär des Außenministeriums Rumäniens, Danut Neculaescu, als dieser am Donnerstag beim Kiewer Sicherheitsforum sprach. Neculaescu bekräftigte dabei die Unterstützung Rumäniens für Reformen in der Ukraine und die Notwendigkeit, die Reformen auch in allen möglichen Formaten zu unterstützen.

Neculaescu wies insbesondere darauf hin, dass die erforderlichen Änderungen auch die Frage der Minderheitenrechte in der Ukraine betreffen.

"Die Tatsache, dass die rumänische Minderheit in der Ukraine und die ukrainische Regierung noch keine Einigung über die Unterrichtssprache in den Schulen erzielt haben, sei kein Grund, die Entwicklung der Beziehungen der Ukraine zu internationalen Strukturen zu blockieren", so der rumänische Top-Diplomat.

Rumänien ist bereit, die Diskussionen in allen Formaten fortzusetzen - NATO, EU und weitere bilaterale Formate, so Neculaescu.

Ungarn blockierte im Gegensatz zu Rumänien die weitere Annäherung der Ukraine an die NATO und die EU wegen Meinungsverschiedenheiten über die Unterrichtssprache an nationalen Minderheitenschulen.