Das Ministerkabinett stimmte in einer Sitzung am 31. Januar dafür, den Leiter des staatlichen Fiskaldienstes zu entlassen. Roman Nasirow war bereits seit März letzten Jahres suspendiert.

Bereits vor zwei Wochen hatte das Finanzministerium das Ministerkabinett darum gebeten, Nasirow aufgrund von Informationen der britischen Botschaft in der Ukraine, über den Besitz der britischen Staatsbürgerschaft des Beamten, zu entlassen.

Nasirow wurde des Machtmissbrauchs durch seine offiziellen Position, sowie der offiziellen Fälschung angeklagt.

Die Anklage glaubt, dass Nasirow in das sogenannte Gasschema von Oleksandr Onischtschenko verwickelt war. Nach Angaben des Nationalen Antikorruptionsbüros der Ukraine (NABU), hatte der Verdächtige im Jahr 2015 eine Reihe von grundlosen und rechtswidrigen Entscheidungen über Lizenzgebühren, für die Nutzung von Tantiemen für die an dem Programm beteiligten Gasgewinnungsunternehmen getroffen. Laut den Ermittlungsbeamten, sind dem ukrainischen Staat durch die Handlungen Nasirows, über 2 Milliarden Hriwnja Schaden entstanden.

Nasirow hatte diese Entscheidungen rückwirkend und ohne Genehmigung des Finanzministeriums getroffen. Er verbarg die Tatsache, dass die fraglichen Unternehmen Steuerrückstände hatten, was gegen die Verträge über die gemeinsame Tätigkeit verstoße und eine Grundlage für die Kündigung der betroffenen Verträge hätte sein müssen.

Nasirow stehen drei bis sechs Jahre im Gefängnis bevor.