Der dänische Premierminister Lars Løkke Rasmussen schlägt vor, die Diskussion über den Nord Stream 2-Gasleitungsbau auf die europäische Ebene zu bringen, um alle Risiken des Projekts und die Rolle der Ukraine als Gastransitland zu analysieren.

Dänemark könne das Problem nicht alleine lösen, sagte Rasmussen bei einer gemeinsamen Unterredung mit dem ukrainischen Premierminister Wolodymyr Hrojsman in Kopenhagen.

Rasmussen sagte, dass er im Parlament ein Gesetz verabschiedet habe, das eine Erweiterung der Außenpolitik erlauben und den Prozess der Außenpolitik regeln würde. Dies würde ein Vetorecht oder eine Verzögerung der Durchführung des Pipeline-Projekts ermöglichen, so Rasmussen.

Der dänische Premierminister sagte weiter, dass das Thema von den europäischen Ländern zur Diskussion gebracht werden sollte. Dies sollte für die ernsthafte und sorgfältige Analyse aller Risiken des Nord Stream 2-Projekts und der Rolle der Ukraine als Gastransitland getan werden.

Hrojsman äusserte diesbezüglich, Nord Stream 2 sei keine einfache Gaspipeline. Dies ist eine neue Art von Hybridwaffe, die alle Verbraucher in ihre Abhängigkeit bringen würde. Die Ukraine schlägt den europäischen Verbrauchern Schutz und zuverlässige Gaslieferungen vor, sagte der ukrainische Premierminister.