Russland hat die besetzte Krim zu einer Militärbasis gemacht und Atomwaffen dort stationiert, sagte der Krimtatarenanführer Mustafa Dschemiljew gegenüber dem Nachrichtensender "5.Kanal-TV".

"Die Krim ist wahrhaftig zu einer [Militär] Basis geworden. Es ist noch schmerzhafter für uns, da sie die Natur zerstören. Diese militärstrategische Einrichtung, Tawryda, wo all das Grün [Pflanzen und Bäume] gefällt und vernichtet wurden. Wenn sie [russische Besatzungsmächte] irgendwelche Artefakte finden, nehmen sie diese an sich. Sie haben alles danach aufgeschaufelt und durchsiebt", sagte Dschemiljew.

Dschemiljew sagte, dass zwei unabhängige Quellen ihm berichtet hätten, dass Russland sechs Atomsprengköpfe auf der besetzten Krim platziert habe.

"Was nukleare Gefechtsköpfe angeht. Es ist überraschend, dass weder die NATO noch unser Auslandsgeheimdienst sich dessen bewusst sind. Bedeutet das, dass die Krimtatarische Aufklärung stärker ist als jede andere? Wir haben wöchentlich über die Krim informiert: welche Ausrüstung sie [Russland] erhalten haben, welche Militärbewegungen sie durchführen. Ich habe vor einer Woche eine Bestätigung über erhöhte radioaktive Strahlung für einige Gebiete erhalten, in denen die Sprengköpfe sich wahrscheinlich befinden", sagte Dschemiljew.

Im vergangenen Sommer sagte der Chef des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte, Wiktor Muschenko, dass Russland Atomwaffenlager auf der Krim wiederherstellt. Zu dieser Zeit gab es noch keine Informationen über die Verlegung von Atomwaffen.

Im Dezember 2016 hatte Dschemiljew bereits berichtet, dass Russland Atomwaffen auf die Krim gebracht hatte.