Der Ex-Chef der Nationalgarde Yury Allerov, wird gegen Kaution wieder auf freien Fuß kommen. Ihor Moroz, Allerovs Anwalt, erklärte dies, laut Hromadske.

Am Freitag, dem 17. Mai, wurde eine Kaution in Höhe von 182.115 US-Dollar hinterlegt. Allerov wird zur Zeit jedoch weiterhin in Gewahrsam gehalten. Nach Angaben seines Anwalts wurde die Kaution um 18:00 Uhr am Freitag bekannt gegeben.

"Die Kaution wurde aufgegeben, aber er wurde nicht freigelassen, sie tun alles, um ihn nicht freizulassen", erklärte Ihor Moroz.

Ihor Moroz glaubt jedoch, dass Allerov nächste Woche freigelassen werden wird.

Zuvor war Yuriy Allerov von den Ermittlern des Nationalen Amtes für Korruptionsbekämpfung festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, an Unterschlagungen von 5 Mio. US-Dollar während des Baus von Häusern für das ukrainische Militär beteiligt gewesen zu sein. Laut dem Antikorruptionsbüro baute ein Unternehmen ein Wohnungskomplex auf einem ehemaligen Militärgelände im Stadtbezirk Petscherskyj in Kyjiw. Die Nationalgarde sollte in diesem Wohnungskomplex 50 Wohnungen und 30 Parkplätze erhalten. Im Zeitraum von 2016 bis 2017 habe die Nationalgarde diese Wohnungen und Parkplätze gegen 65 Wohnungen nahe der U-Bahnstadtion „Boryspilska“ am Rande Kyjiws getauscht. Einem Gutachten zufolge kosteten die Wohnungen in einem Haus am Stadtrand rund 81 Millionen Hrywnja weniger als im Zentrum Kyjiws, so das Antikorruptionsbüro.

Am 14. Mai wurden Allerov und zwei weitere Personen, über den Verdacht informiert.

Laut der Untersuchung hat Allerovs Tochter die doppelte Staatsbürgerschaft - die ukrainische und die russische. Sie lebt größtenteils in Moskau.

„Der Untersuchung zufolge hat die Tochter von Allerov einen Wohnsitz und Familie in Moskau. Außerdem hat Allerovs Frau Moskau wiederholt besucht“, stellte die Staatsanwaltschaft fest.

Am 7. Mai wurde Allerov auf Anordnung des Präsidenten der Ukraine Petro Poroschenko aus dem Amt entlassen. Mykola Balan wurde zum neuen amtierenden Kommandeur ernannt.

Yury Allerov leitet die Nationalgarde seit dem 30. Dezember 2015 bis zum 7. Mai 2019.


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