Kaum hatte die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) ihre Ergebnisse im Skripal-Vergiftungsfall bekannt gegeben; begannen russische Medien damit eine Lawine an Fälschungen zu produzieren. TASS erklärt, dass die OPCW am 4. März im englischen Salisbury den Ursprung des Nervengifts, mit dem der ehemalige russische Doppelagent und seine Tochter vergiftet wurden, nicht feststellen konnte.

Im Bericht der OPCW steht jedoch deutlich, dass „die Ergebnisse des Vereinigten Königreichs in Bezug auf die Identität der in Salisbury verwendeten toxischen Chemikalie, bestätigen“. Der OPCW-Bericht nennt das Nervengift nicht direkt. Der Name und die chemische Struktur wurden in einem Geheimbericht an die Mitgliedsstaaten der OPCW geschickt.

Der staatliche russische Fernsehkanal Pervyi Kanal mokiert aber in seiner Erklärung, dass die OPCW nicht über die Herkunft des Nervengifts berichtet habe. Danach dreht sich die Geschichte von Pervyi Kanal in eine andere Richtung und sät Zweifel, dass Yulia Skripals Aussage, sie wolle keinen Kontakt mit der russischen Botschaft gefälscht sei. Pervyi Kanal zweifelt, dass die Aussage von ihr verfasst wurde und der Kanal spekuliert weiter, dass sie wohlmöglich gegen ihren Willen an einem geheimen Ort festgehalten werde.

RIA Novosti erklärt, dass die OPCW Londoner Wünsche erfüllt hätte; der Fernsehsender des russischen Verteidigungsministeriums Zvezda weist die britische Untersuchung als „schöne Detektivgeschichte“ zurück.

Die Seiten Anna News, Life News, Izvestia, Komsomolskaya Pravda folgen alle pflichtbewusst, dass die Organisation für das Verbot chemischer Waffen den Ursprung der Nervengiftes nicht feststellen konnte.

Der Bericht der OPCW sagt nicht, dass ihre Experten nicht in der Lage waren, die Herkunft des verwendeten Giftes zu finden. Der Bericht besagt, dass die verwendete giftige Chemikalie von „hochreiner Beschaffenheit“ war und die „Bezeichnung und Struktur der identifizierten toxischen Chemikalie im vollständigen, den Vertragsstaaten zur Verfügung stehenden Bericht enthalten“.

Nach der Veröffentlichung des Berichts der OPCW sagte der britische Außenminister Boris Johnson, „Es kann keinen Zweifel geben, was benutzt wurde und es gibt keine andere Erklärung, wer verantwortlich war – nur Russland hat die Mittel, das Motiv und die vorhergehende Geschichte [has the record]“.

Zuvor ermittelte bereits das britische Top-Militärlabor, Defence Science and Technology Laboratory (DSTL) in Porton Down, dass das Gift, mit dem Sergey Skripal und seine Tochter Yulia vergiftet wurden, das chemische Nervenmittel Nowitschok war. Ein Nervenmittel, das in der ehemaligen UdSSR und in Russland entwickelt wurde.


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https://www.stopfake.org/de/fake-organisation-fuer-das-verbot-chemischer-waffen-ist-nicht-in-der-lage-die-herkunft-des-nervengifts-bei-skripal-vergiftungen-festzustellen/