Am 12. November veröffentlichte die Washington Post einen Artikel mit dem Titel „Training children to kill at Ukrainian nationalist camp“, der später auch in anderen Publikationen erschien.

Vorwürfe: Der Autor behauptete, dass das Ministerium für Jugend und Sport angeblich radikale nationalistische Organisationen finanziert. In dem Artikel heißt es, dass das Ministerium für Jugend und Sport in diesem Jahr 4 Millionen Griwna (etwa 150.000 Dollar) für die Finanzierung einiger Jugendlager vorgesehen hat, die von Nationalisten organisiert wurden, insbesondere von der Jugendorganisation „Sokil Svobody“ (The Freedom Falcon), wo sie trainieren, um Russen zu töten, und dass das Ministerium angeblich Fremdenfeindlichkeit und Rassismus unterstützt.

Der ukrainische Minister für Jugend und Sport, Ihor Zhdanov, sagt, dass er und seine Kollegen, nachdem sie den Artikel gelesen hatten, „unangenehm überrascht“ waren.

„Abgesehen davon, dass das oben genannte Lager (finanziert von seinen Teilnehmern, nicht vom Ministerium) im Juni in der Region Ternopil stattfand, sind die Informationen in diesem Artikel völlig unwahr“, schreibt Ihor Zhdanov auf Facebook.

Fakt 1. Das Ministerium für Jugend und Sport hat und finanziert keine Nichtregierungsorganisationen. Die Budgetmittel werden über ein Projektwettbewerb vergeben und dienen nur der Unterstützung der Projektdurchführung von Nichtregierungsorganisationen, sagt der Minister.

Tatsächlich wurden in diesem Jahr 4 Mio. UAH aus dem Budget des Ministeriums zur Unterstützung von Projekten wie Camping, Seminaren und Konferenzen von Nichtregierungsorganisationen in verschiedenen Regionen der Ukraine bereitgestellt, die in irgendeiner Weise mit der nationalen und patriotischen Erziehung verbunden sind.

Fakt 2. Die regionale Jugendorganisation „The Freedom Falcon“ aus Ternopil hat sich um die Teilnahme am diesjährigen Wettbewerb beworben, aber ihre Bewerbung wurde abgelehnt, was in der Entscheidung des Wettbewerbsausschusses festgestellt wird.

Fakt 3. Der Wettbewerb um Projekte zur nationalen und patriotischen Erziehung wird transparent durchgeführt. Die meisten Mitglieder der Wettbewerbskommission sind keine Ministerialbeamten, sondern Mitglieder der Öffentlichkeit. Eine vollständige Liste der Ausschussmitglieder finden Sie in der Verordnung #2159 des zuständigen Ministeriums vom 12.10.2011.

Dieses Jahr wurden durch das Auswahlkomitee von insgesamte 19 NGOs ausgewählt.

Die Projekte wurden anhand der Prioritäten ausgewählt, die durch die Projektausschreibung definiert waren.

Die Bedingungen der Projektauswahl sind im Dekeret des Ministerkabinetts No. #1049 festgehalten.

Fakt 4. Bei der Prüfung der Projekte wurden sie unter anderem von der Wettbewerbskommission analysiert, um sicherzustellen, dass sie keine Anzeichen von Fremdenfeindlichkeit oder Diskriminierung enthalten. Nicht eine einzige Organisation, die vor Gericht Tatsachen über ihre illegalen Aktivitäten, einschließlich Fremdenfeindlichkeit, wie in Artikel 62 der Verfassung der Ukraine definiert, festgestellt hat, nahm an dem Wettbewerb teil, sagt der Minister.

Unter den eingereichten Projekten waren einige davon auf die Bekämpfung der Fremdenfeindlichkeit und die Unterstützung der nationalen Minderheiten in der Ukraine ausgerichtet, sagte Ihor Zhdanov. Eines der Projekte, „Gemeinsam in die Zukunft“, wurde bereits vom Kongress der Enthusiastengemeinschaften der Ukraine umgesetzt.

Bevor das Budget zugewiesen wird, unterzeichnen die Organisationen, deren Projekte vom Wettbewerbsausschuss unterstützt wurden, eine Standardvereinbarung mit dem Ministerium. In Absatz 3.3.4 dieser Vereinbarung heißt es: „Bei der Durchführung der Veranstaltungen im Rahmen der Projektdurchführung sollten die Projekte über Maßnahmen zur Vermeidung von Fremdenfeindlichkeit verfügen“.

Das Ministerium für Jugend und Sport hat auch den Vertretern ethnischer Minderheiten, insbesondere der Roma, vorgeschlagen, sich an der Überwachung aller im Rahmen dieses Wettbewerbs finanzierten Veranstaltungen zu beteiligen, um Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu erkennen und zu vermeiden, sagt Ihor Zhdanov.

Der Minister wies darauf hin, dass er stolz darauf sei, dass sein Ministerium seit 2015 in enger Zusammenarbeit mit NGOs, Parlamentsmitgliedern, anderen Regierungsvertretern und dem Präsidenten der Ukraine das System der nationalen und patriotischen Erziehung im Land wiederherstellen könne.

Seit 2015 nahmen über zweihundertfünfzigtausend junge Menschen aus verschiedenen Teilen der Ukraine an verschiedenen Veranstaltungen teil, die von zivilen Organisationen mit Unterstützung des Ministeriums durchgeführt wurden. Es waren insgesamt über 200 Veranstaltungen, sagte der Minister.

Er sagte, er bedauere, dass einige angesehene Medien scheinbar diesem heißen Thema nachgegeben haben, ohne die Fakten zu überprüfen.

„Andererseits sind dieser und ähnliche Artikel ein indirekter Beweis dafür, dass die nationale und patriotische Erziehung in der Ukraine wirklich stärker wird, denn jemand wird sehr nervös, dass die jungen Bürger der Ukraine bewusster werden, ihre Geschichte kennenlernen und die Herausforderungen unseres Landes erkennen“, schloss Ihor Zhdanov.


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