Das ukrainische Parlamentsmitglied der Partei "Wolia Narodu" ("Wille des Volkes"), Oleksandr Ponomariow, ließ der ukrainischen Armee minderwertiges Motorenöl liefern, wie der ukrainische Abgeordnete der Batkiwschtschyna-Fraktion, Serhiy Sobolew, am Dienstag auf dem Rada-Podium berichtete.

Der Abgeordnete hatte dazu den Text einer Gerichtsentscheidung vorgelesen, in der die Eröffnung eines Strafverfahrens erläutert wird. In der Gerichtsentscheidung ist die Rede von ukrainischen Beamten des Verteidigungsministeriums, die in Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst und speziellen Wirtschaftsbereichen der Russischen Föderation, seit 2016 minderwertiges Motoröl für das ukrainische Militär geliefert hatten. Die erwähnten Lieferungen verhinderten den Betrieb von über 20 ukrainischen Kampfpanzern.

"Jetzt können die Panzer sprichwörtlich auf die Müllhalde geworfen werden", sagte Sobolew dazu.

Bei der fraglichen Firma handelt es sich um "Agrinol". Mehrere Strafverfahren wurden eingeleitet. Das Gericht ordnete zudem die Beschlagnahmung von Firmenpapieren an.

Kurz nachdem der Geheimdienst der Ukraine (SBU) den Betrugsfall aufdeckte, wurde ein Lagerhaus mit 350 Tonnen des Öls in der Stadt Slowjansk (Region Donezk) niedergebrannt. Dies geschah am 27. Januar 2017. "Auf diese Weise haben sie versucht, Spuren zu verwischen", erklärte Sobolew.

Ponomariow hatte zuletzt das Büro der "Partei der Regionen", in der Stadt Berdjansk in der Region Saporischschja geleitet.

Sobolews Appell an den SBU, die Staatsanwaltschaft, und das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU), ist nun eine gründliche Untersuchung des Falls, und eine gerechte Strafe für alle involvierten Personen.