Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel hat sich dafür ausgesprochen, die gegen Russland verhängten Sanktionen abzuschwächen, wenn mit Hilfe von UN-Friedenstruppen ein Waffenstillstand in der Ostukraine erreicht werden könnte.

Laut Gabriel sei es "nicht realistisch", auf die vollständige Umsetzung des Minsker Friedensabkommens zu bestehen, bevor Lockerungen der Sanktionen ausgesprochen werden könnten. Es sei im Interesse der Welt, die derzeitige Sackgasse zu durchbrechen, obwohl laut der offiziellen Haltung Deutschlands, die Sanktionen nicht bis zur vollständigen Umsetzung der Vereinbarungen von Minsk, gelockert werden sollten.

Daher sollte nach den Worten des deutschen Außenministers, eine vorzeitige
Lockerung der Sanktionen gegen Russland, auch vor der vollständigen Umsetzung der Minsker Abkommen möglich sein.

Gabriel stellte ferner fest, dass der Plan zur Einführung von Friedenstruppen immer noch grundlegende Unterschiede bei den Auslegungen Russlands und des Westens aufweist.

Russland besteht weiterhin darauf, die UN-Friedensmission nur an vorderster Front und als Schutz der OSZE-Mission einzusetzen, während die USA, die EU und die Ukraine auf die Unzulässigkeit dieses Plans hinweisen, sowie die dadurch bestehende Intensivierungsgefahr des Konflikts.