Der ukrainische Generalstaatsanwalt Jurij Luzenko hat erklärt, warum es notwendig war, die Ermordung des oppositionellen russischen Journalisten Arkadi Babtschenko nachzuahmen.

  1. Eine solche Nachahmung ist nach Artikel 271 der Strafprozessordnung der Ukraine zulässig und wurde in den letzten 30 Monaten mehr als 30 Mal angewandt.

  2. Nachdem er Babtschenkos Ermordung angeordnet hatte, schlug der Drahtzieher des Versuchten Mordes "G." dem Täter "Ts" [welcher in Zusammenarbeit mit dem Inlandsgeheimdienst der Ukraine handelte] vor, er solle zwei weitere Menschen töten. "Ts" merkte an, dass es eine ganze Liste von mehr als 30 Menschen gibt, welche der russische Geheimdienst töten lassen wolle.

  3. Wenn "G." vor dem Terrorakt festgenommen worden wäre, wären alle diese Personen noch immer gefährdet. Die Nachahmung des Mordes erlaubte uns, zusätzliche Informationen über die Liste und den Drathzieher der Pläne zu erhalten.

  4. Als Ergebnis dieser Operation erhielten die Ermittler eine Liste von 47 Menschen, die die nächsten Opfer der Terroristen werden könnten. Meist sind dies ukrainische- und ehemalige-russische Journalisten.

  5. Heute wurde den gefährdeten Personen mitgeteilt, dass sie in Gefahr sind, es werden Anstrengungen unternommen, um ihren Schutz zu gewährleisten", so der Generalstaatsanwalt der Ukraine Luzenko.

"Die Ermittler haben zudem wichtige Beweise von "G"s Verbindungen zu den russischen Sonderdiensten erhalten, über die wir Sie in einer Weile informieren werden", berichtet Luzenko auf Facebook.