Die österreichische Außenministerin Karin Kneissl hat einen Besuch in Russland abgesagt, nachdem ein pensionierter österreichischer Militäroffizier wegen des Verdachts der Spionage für den russischen Geheimdienst festgenommen worden war.

Der österreichische Verteidigungsminister Mario Kunasek äusserte sich ebenfalls. Es war Kunasek, der Kneissl über den Verdacht in Bezug auf den pensionierten Offizier informierte. Kunasek sagte auch, dass die Staatsanwaltschaft derzeit Ermittlungen durchführt.

Kneissl sollte am 2.Dezember nach Russland reisen.

Die österreichischen Medien berichteten, dass der pensionierte Militäroffizier seit fast 20 Jahren für Russland spioniert habe. In der "Kronen Zeitung" heißt es unter Berufung auf namenlose Quellen, dass der Offizier rund 300.000 Euro für seine nachrichtendienstlichen Aktivitäten erhalten hatte.