Die Staatsanwaltschaft der Republik Lettland hat einen Bürger des Landes wegen Spionagevorwürfen zugunsten Russlands angeklagt.

Laut "Delfi" forderte die Sicherheitspolizei am Sonntag dem 26. Februar die Staatsanwaltschaft auf, zwei Anklagepunkte nach Artikel des Strafgesetzes über "die illegale Sammlung von Geheimhaltungsinformationen zum Zweck der Überstellung an einen ausländischen Staat" und den "illegalen Besitz von Waffen und Munition", zu verfolgen.

Die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft, Aiga Eiduk, bestätigte, dass die Vorwürfe erhoben wurden. Der Angeklagte Lette, habe alle die ihm zur Last gelegten Anklagepunkte mittlerweile gestanden und erkenne diese zudem vollständig an. Dem Mann drohen Haftstrafen von bis zu zehn Jahren.

Die lettische Staatsanwaltschaft bestätigte offiziell, dass ein Spionageakt im Gebiet der Region Alūksne [nordöstlich von Lettland] stattgefunden habe.

Auch die Sicherheitspolizei Lettlands berichtete, dass der lettische Staatsbürger im Auftrag des russischen Nachrichtendienstes, lange Zeit Informationen über die Infrastruktur der nationalen Streitkräfte gesammelt hatte. Er arbeitete dabei mit einem Offizier des russischen Geheimdienstes, auf dem Territorium der Russischen Föderation zusammen.