Die stellvertretende Generalstaatsanwältin Anzhela Stryzhewska hat den Euromaidan-Aktivisten Iwan Bubenschijk in Anwesenheit seiner Anwälte darüber informiert, dass der Text der Verdachtsmitteilung geändert wurde.

Laut der aktualisierten Bekanntmachung steht der Maidan-Aktivist nur mehr im Verdacht, einen Mordanschlag auf einen Gesetzesvollstrecker versucht zu haben (Artikel 348) und des illegalen Umgangs mit Waffen (Artikel 263 Teil 1 des Strafgesetzbuches), so der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft (PGO), auf Facebook.

Bereits gestern berichtete der Leiter der Sonderuntersuchungsabteilung der PGO, Serhiy Horbatjuk, dass Euromaidan-Aktivisten, die nach Artikel 348 angeklagt sind, eine Amnestie in Anspruch nehmen können, die am 21. Februar 2014 erlassen wurde.

Am 3. April wurde Bubenschijk offiziell zum Mordverdächtigen erklärt. Er wird verdächtigt, einen Gesetzesvollstrecker und einen Soldaten des Innenministeriums, vor dem Unabhängigkeitsplatz Kiew (Maidan) am 20. Februar 2014 getötet zu haben.

Am 5. April erklärte die stellvertretende Generalstaatsanwältin Anzhela Stryzhewska vor Gericht, dass die Verdachtsanzeige geändert werde. Daher musste der Antrag auf Festnahme Bubenschijks zurückgenommen werden.

Bubenschijk wurde am 3. April festgenommen, als er gerade nach Polen einreisen wollte. Er wurde nach Kiew gebracht, wo die Staatsanwaltschaft seine Verhaftung verlangte. Er war bekannt geworden, nachdem er vor zwei Jahren gestanden hatte, Gesetzeshüter auf dem Maidanplatz getötet zu haben. Bubenschijk kämpfte später im Antiterror-Operationsgebiet im Donbass innerhalb des Dnipro-1-Bataillons. Später wurde er Kommandeur des West-2-Bataillons. Von 2014 bis April 2018 galt er zudem als Zeuge für Morde auf dem Maidan.

Die Inhaftierung von Bubenschijk verursachte gemischte Gefühle in der ukrainischen Gesellschaft, da viele Personen über den mangelnden Fortschritt im Prozess gegen die Berkut-Bereitschaftspolizei unzufrieden sind, die während der Euromaidan-Proteste gegen Demonstranten in den Jahren 2013-2014 tödliche Gewalt ausübte.