Jurij Krisin, der 2014 wegen Mordes an dem Journalisten Wjatscheslaw Weremij zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt wurde, muss weiterhin im Gefängnis bleiben. Ein Berufungsgericht verurteilte den Anführer eines Schlägertrupps, wegen Beteiligung bei der Ermordung des Journalisten.

Weremij wurde am 18. Februar 2014 während der Maidan-Proteste in Kiew von einer Gruppe von "Tituschki", bezahlte Schlägertrupps, darunter auch Krisin, angegriffen. Der Journalist wurde brutal zusammengeschlagen und in die Brust geschossen.

Das Berufungsgericht hob damit die Entscheidung des Vorinstanzgerichts auf, welches nur eine vierjährige Bewährungsstrafe für Krisin verhängt hatte. Die Strafe wurde auf 5 Jahre im Gefängnis erhöht.

Jurij Krisin tritt auch in mehreren Fällen bezüglich anderer Verbrechen auf dem Maidan in Erscheinung: die Entführung und Folterung von Aktivisten im Januar 2014 und die Hinderung an friedlichen Protesthandlungen.

Krisins Anwälte können noch gegen die Entscheidung des Gerichts Berufung einlegen.