Über vier Jahre hinweg wurden mehr als 5000 Häuser durch Beschuss im Donbass zerstört, berichtet der Direktor der "Menschenrechtsgruppe Kharkiw" Jewgenij Sacharow, bei einer Pressekonferenz.

Menschenrechtsvertreter, die in der Konfliktzone arbeiten, dokumentieren die Zerstörungen von Privathäusern ebenso wie die Beschädigungen von Hochhäusern, Infrastruktureinrichtungen wie Schulen, Krankenhäusern und Brücken.

"Die Gesamtzahl der Opfer und Zerstörungen im Donbass sollte genau genannt werden. Heutzutage werden die Untersuchungen solcher Tatsachen sehr schlecht durchgeführt und bringen schlußendlich keine genauen Ergebnisse", betonte Sacharow.

Gleichzeitig sind sich die Aktivisten der Probleme bewusst, die mit der Erfassung der Zerstörung von Privathäusern in der "Grauen Zone" verbunden sind, in der es für Menschenrechtsvertreter und Journalisten schwer ist an Informationen zu kommen. Daher können Menschen, die von dem Beschuss betroffen sind, selten finanzielle Entschädigung erhalten.

"Wir hatten den Fall eines Mannes, der eine Entschädigung vom Staat für ein zerstörtes Haus erhalten wollte. Aber abgesehen von Fotos hatte er keinen Besitznachweis, und das europäische Gericht lehnte den Antrag daher ab", so der Menschenrechtsaktivist.

Die Datenbank der öffentlichen Organisationen, die an der Erfassung der Zerstörungen beteiligt sind, enthält Fotos von mehr als 5.000 beschädigter und zerstörter Häuser.