Präsident Petro Poroschenko berichtet, dass nach der russischen Annexion der Krim die militärstrategische Situation in der Schwarzmeerregion sehr angespannt ist.

"Die militärstrategische Situation in der Schwarzmeerregion ist leider sehr angespannt. Dies geschah nach der illegalen Annexion der Krim durch die Russische Föderation, einem Aggressorland, das in den endgültigen Dokumenten des NATO-Gipfels klar definiert wurde", sagte der Präsident während eines Arbeitsbesuchs in Odessa, wo er den Verlauf der internationalen Übung "Sea Breeze 2018" inspizierte.

"Nach der rechtswidrigen Annexion der Krim sehen wir einen starken Anstieg der Druckeskalation. Russland hat seine militärische Gruppierung im illegal besetzten Gebiet dramatisch vergrößert. Zum ersten Mal gibt es dort eine schlagkräftige Luftwaffe, die dem neuesten Stand der Technik entspricht, mit Raketen und Flugabwehrsystemen. Wir sehen die Zusammensetzung der Schwarzmeerflotte Russlands illegal im angegliederten ukrainischen Sewastopol, verstärkt durch U-Boote und neue Kriegsschiffe, bewaffnet mit Langstreckenraketen. Die Schiffsgruppe des Aggressorlandes ist erheblich verstärkt worden im Asowschen Meer", sagte Poroschenko.

Er erinnerte daran, dass Russland begonnen habe, Schiffe - sowohl ukrainische als auch ausländische - illegal zu stoppen, welche in Richtung ukrainischer Häfen im Asowschen Meer unterwegs sind.

"Wir sehen, dass dies getan wird, um die Ukraine im Asowschen Meer zu blockieren. Eskalation der Spannung, wahrscheinlich, um einen militärischen Angriff auf Mariupol zu führen, wo der Export der Eisenmetallurgie der Ukraine ausgeführt wird".

Petro Poroschenko betonte besonders die Notwendigkeit, die Kampfbereitschaft der ukrainischen Marine zu erhöhen: "Jetzt sind die Kampffähigkeit und Kampfbereitschaft der Seestreitkräfte der Ukraine und die Zusammenarbeit mit unseren Partnern, NATO-Verbündeten und Sicherheitsverbündeten in der Schwarzmeerregion äußerst wichtig", so der ukrainische Präsident.