Die Mütter der Krim-Aktivisten Oleh Senzow und Oleksandr Koltschenko, die in Russland illegal verurteilt wurden, haben sich zum ersten Mal getroffen und haben Präsident Petro Poroschenko um Hilfe bei der Sicherstellung der Freilassung ihrer Söhne gebeten, berichtet Krym.Realii.

"Herr Poroschenko, die Mütter Ihrer Bürger, welche in russischen Gefängnissen festgehalten werden, wenden sich an Sie. Wir würden Sie wirklich gerne um Hilfe bitten! Mein Sohn ist in einen extremen Hungerstreik getreten. Obwohl er sagte, dass es falsch sei. Die einzige Hoffnung ist, dass Sie unsere Kinder nicht in diesem Gefängnis lassen", sagte Lyudmyla Sentsowa, die Mutter von Regisseur Oleh Senzow.

Larysa Koltschenko, die Mutter von Oleksandr Koltschenko, sagte: "Sehr geehrter Herr Präsident, ich spreche Sie an. Machen Sie alles, um unsere Söhne freizulassen, damit sie nicht vom Präsidenten und ihrem Staat enttäuscht werden."

Beide Frauen haben sich nicht an den russischen Präsidenten Wladimir Putin gewandt und gesagt, dass ihre Kinder diesen Schritt nicht billigen würden.

Am 14. Mai kündigte Oleh Senzow einen Hungerstreik an und forderte die Freilassung aller Ukrainer, die illegal in Russland und auf der annektierten Krim festgehalten werden.

Am 31. Mai kündigte Oleksandr Koltschenko einen Solidaritätsstreik mit Senzow an. Am 24. Mai trat auch der in Russland verurteilte ukrainische Soldat Oleksandr Schumkow in einen Hungerstreik.

Auch der pro-ukrainische Aktivist Wolodymyr Baluch, der am 4. August 2017 von einem Krimgericht zu drei Jahren und sieben Monaten verurteilt wurde, setzt seinen Hungerstreik fort, den er bereits am 19. März verkündet hatte.