In Kiew haben Unbekannte den kremlkritischen Journalisten Arkadi Babtschenko in seinem Haus erschossen.

Dies teilte der Sprecher der Nationalpolizei der Ukraine, Jaroslaw Trakalo, mit.

Laut Trakalo, "sei der Chef eines Fernsehkanals in seinem Haus erschossen wurden, und starb auf dem Weg ins Krankenhaus". Der Name des Mordopfers wurde von Trakalo vorerst nicht geäussert.

Laut der Sprecherin der Kiewer Polizei, Oksana Blischchik, fand das Ereignis in der Straße Mykils'k-Slobidsk statt, im Stadtteil Dnipro der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Gemäß Blischchik starb durch die Schüsse "ein Bürger der Russischen Föderation, geboren 1977". Babtschenko wurde 1977 in Moskau geboren.

Der Journalist Ayer Mudschabajew bestätigte unterdessen auf Facebook, dass Babtschenko in seinem Haus erschossen wurde. "Sie haben Arkadi in den Rücken geschossen, in seinem eigenen Zuhause", so Mudschabajew.

Laut der Polizei kam die Nachricht von Babtschenkos Frau, die ihn mit einer Schusswunde am Rücken auf dem Boden liegend gefunden hatte. Die Polizei gehe von einem "professionell durchgeführen Mord" aus.

Der Journalist Arkadi Babtschenko äusserte sich kremlkritisch und betitelte den Krieg im Donbass, offen als Krieg.

Im Februar 2017 teilte der unabhängige russische Journalist gegenüber Hromadske mit, dass er Morddrohungen in Russland erhalten habe. Als oppositioneller russischer Journalist, war gezwungen, Russland zu verlassen. Ursprünglich nach Prag, später zog er in die Ukraine. Er arbeitete als Militärkorrespondent und Journalist der russischen Oppositionszeitung "Nowaja Gazeta". Als Militärkorrespondent berichtete er 2008 über den Krieg in Südossetien.