Präsident Petro Poroschenko ist bereit, am 19. April mit dem Präsidentschaftskandidaten Wolodymyr Selenski im Olympiyskyi-Stadion in Kyjiw zu diskutieren. Allerdings nur unter Bedingungen.

Der Sprecher von Poroschenkos Hauptquartier Oleg Medwedew erklärte dies.

Medwedew zufolge ist der Präsident bereit, eine Debatte im Olympiyskyi abzuhalten, wenn diese nicht zeitgleich mit der offiziellen Debatte im öffentlich rechtlichen TV-Kanal der Ukraine stattfinden wird.

"Wenn es zu einem Zeitpunkt Debatten geben wird, die nicht gegen das Gesetz verstoßen, ist es möglich, zu kommen. Die Debatte müsse jedoch vor dem Zeitpunkt durchgeführt werden, zu dem Poroschenko laut Gesetzgebung im öffentlich rechtlichen Fernsehen zu einer weiteren Debatte auftritt. Daher wird Poroschenko als gesetzestreuer Bürger zu den Debatten im Nationalen Fernsehen gehen, und laut Gesetzgebung sollten die Debatten im Nationalen Fernsehen am 19. April stattfinden. Daher sollte kein Präsidentschaftskandidat diese Regel ignorieren", erklärte der Sprecher.

Ein Rededuell im Olympiastadion, könne somit nur vor oder nach dem TV-Auftritt Poroschenkos stattfinden. Ein Kompromiss der wiederum von Wolodomyr Selenski nicht anerkannt werden dürfte.

Am 3. April antwortete Selenski auf die Einladung von Poroschenko, an Debatten teilzunehmen und seine Bedingungen vorzulegen. Er wollte Debatten im Olympiastadion abhalten. Poroschenkos Team sagte: "Der Präsident tritt nicht in Stadien auf". Einige Stunden später änderte Poroschenko seine Meinung und stimmte der Teilnahme an den Debatten zu.

Heute, am 14. April, wird der fünfte ukrainische Präsident und Präsidentschaftskandidat Petro Poroschenko im Olympiysky eintreffen. Der Besuch des Präsidenten steht im Zusammenhang mit den Debatten mit Präsidentschaftskandidaten Wolodymyr Selenski vor den Wahlen.

Das heutige Rededuell wird jedoch höchstwahrscheinlich ein Monolog des Präsidenten sein, da sich die Kandidaten zuvor nicht auf einem Termin geeinigt hatten und sich der führende Präsidentschaftskandidat Selenski nicht vorab dazu bereit erklärt hatte.


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Миколи Лазаренка