Das Moskauer Stadtgericht hat den ukrainischen Journalisten Roman Suschtschenko der Spionage für schuldig befunden und ihn zu 12 Jahren in einer Hochsicherheitskolonie verurteilt, berichtete die Nachrichtenagentur RIA Novosti.

Damit liegt das Strafmaß gar unter dem, was die Staatsanwälte gefordert hatten. Am 28. Mai forderten diese eine 14-jährige Haftstrafe für Suschtschenko.

Der Korrespondent der Nachrichtenagentur Ukrinform, Suschtschenko, wurde am 30. September 2016 in Moskau festgenommen. Er kam bei einem privaten Familienbesuch in Russland an. Am 7. Oktober wurde er wegen Spionage angeklagt.

Der russische Föderale Sicherheitsdienst (FSB) behauptet, dass Suschtschenko ein Mitglied der Hauptabteilung des Nachrichtendienstes des ukrainischen Verteidigungsministeriums sei und vertrauliche Informationen über die russischen Streitkräfte und die russische Garde gesammelt habe. Die ukrainische Hauptinspektionsabteilung wies die Vorwürfe zurück.

Das Gericht begann den Fall am 27. März 2018 anzuhören. Suschtschenko bekannte sich nicht schuldig.