Micheil Saakaschwili hat erklärt, dass er in Polen kein politisches Asyl beantragen wird.

"Ich hatte ein Gespräch mit der Führung des Innenministeriums von Polen. Sie riefen mich an, als ich am Flughafen ankam. Die erste Frage, die sie mir stellten, war, ob ich in Polen politisches Asyl beantragen würde ... Ich antwortete, dass ich nicht nach irgendeiner politischen Lösung fragen werde", sagte der ehemalige georgische Präsident, am Dienstag gegenüber dem Nachrichtensender "NewsOne".

Laut Saakaschwili würden ihm die polnischen Behörden allerdings Schutz gewähren.

Der polnische Grenzschutzdienst teilte mit, dass Saakaschwili auf der Grundlage eines Antrags des staatlichen Migrationsdienstes der Ukraine zur Rückübernahme auf das Territorium Polens ausgewiesen wurde. "Dies geschah unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Saakaschwili der Ehegatte einer Bürgerin eines Mitgliedstaates der Europäischen Union ist, daher wurde die Bitte der ukrainischen Seite angenommen", berichtet der polnische Grenzschutzdienst. Saakaschwilis Frau, Sandra Elisabeth Roelofs-Saakaschwili wurde in den Niederlanden geboren und hat die niederländische Staatsbürgerschaft.

Saakaschwili verkündete zudem nach Kiew zurückkehren zu wollen. "Ich denke, dass wir einen Weg finden werden, das absolut legal zu machen", sagte er zu "ZIK-TV".

Das Büro des ukrainischen Generalstaatsanwalts, teilte unterdessen mit, die Untersuchungen gegen Saakaschwili fortsetzen zu wollen. Der Politiker soll von einem pro-russischen Oligarchen finanziert worden sein.