Der Präsident der Ukraine Petro Poroschenko solidarisierte sich mit dem Vereinigten Königreich in einem Telefongespräch mit der Premierministerin Theresa May.

Poroschenko verurteilte die Vergiftung des russischen Ex-Agenten Sergei Skripal in Salisbury und gab die Bereitschaft der Ukraine zur Kenntnis, gegebenenfalls bei der Untersuchung dieses Falles mitzuhelfen. Poroschenko dankte London für die anhaltende Unterstützung der territorialen Integrität der Ukraine und der Nichtanerkennung der Ergebnisse der jüngsten illegalen Wahlen auf dem Territorium der besetzten Krim. Die Frage der Verschärfung der Sanktionen als Reaktion auf die aggressiven Aktionen der Russischen Föderation wurde ebenfalls erörtert.

May ihrerseits dankte Poroschenko für die Unterstützung und Ausweisung von 13 russischen Diplomaten aus der Ukraine. Sie merkte an, dass dies nicht nur ein starkes Zeichen der Solidarität mit Großbritannien, sondern auch des Engagements für die kollektive Sicherheit sei.

"Die Premierministerin hob hervor, dass die Breite und das Ausmaß der internationalen Reaktion auf Salisbury eine klare Botschaft aussenden, dass die bösartigen Handlungen Russlands nicht geduldet werden", wurde May auf der Website der britischen Regierung zitiert.

"Die beiden Staats- und Regierungschefs haben darüber gesprochen, dass Salisbury nur der letzte Akt in einem russischen Verhaltensmuster ist, das das internationale, auf Regeln basierende System missachtet, einschließlich der illegalen Annexion der Krim und der Intervention im Donbass. Die fortgesetzte Unterstützung der Ukraine muss ein Schlüsselelement der Reaktion des Westens sein".