Der ukrainische Generalstaatsanwalt Jurij Luzenko hat das Parlament aufgefordert, den Oppositionsblock-Abgeordneten Jurij Wilkul von der Strafverfolgung zu befreien.

"In den Jahren 2011-2012 erließ der damalige Leiter der Regionalregierung von Dnipropetrowsk die Anweisung, die Bezeichnung von Grundstücken von einer Fläche von 21 Hektar von Ackerland (Weideland) zu ändern, bei den Grundstücken handelte es sich in Wirklichkeit um Grundstücke, die sich im Besitz von zwei landwirtschaftlichen Unternehmen im Bezirkb-Nikopol befanden", so die Pressesprecherin der Generalstaatsanwaltschaft (PGO) Larysa Sarhan auf Facebook.

Sie fügte hinzu, dass Wilkul auch die Änderung des ausgewiesenen Status von Ackerland auf Industriegelände für 23 Grundstücke auf einer Fläche von über 45 Hektar genehmigt habe. Dies entspreche illegaler Landenteignung durch Politiker.

Die Staatsanwaltschaft forderte das Parlament außerdem dazu auf, den Oppositionsblock-Abgeordneten Dmytro Kolesnikow von der Straffreiheit zu entbinden. Kolesnikow ist ein enger Verbündeter von Wilkul und ein wohlbekannter Politiker in der Ukraine.

Kolesnikow wird verdächtigt, an der Enteignung von fast 7.000 Quadratmetern an Privatgelände beteiligt gewesen zu sein. Darunter auch Laborgebäude des Instituts für Pipelineindustrie in Dnipro, als Kolesnikow für die staatliche Agentur für Verwaltung von staatlichen Unternehmensrechten und Eigentum verantwortlich war [in den Jahren 2010-2012].

Als Wiktor Janukowitsch 2010 an die Macht kam, wurde Kolesnikow zum Minister für Industriepolitik in der Regierung von Mykola Azarov ernannt.