Der weißrussische Geheimdienst (KGB), teilte am Montag in einer Erklärung mit, dass der Korrespondent des ukrainischen Rundfunks Pavlo Sharoyko, ein Offizier des Verteidigungsgeheimdienstes der Ukraine sei.

"Am 25. Oktober wurde bei einer Geheimoperation der Kaderoffizier des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Pavlo Sharoyko enttarnt", berichtete ein Sprecher des KGB am Montag, dem 20. November, in Minsk.

Er sagte, der weißrussische KGB beschuldigte Pavlo Sharoyko der Schaffung eines Netzwerks von Agenten, gebildet mit weißrussische​n Bürgern, die "Informationen über den Zustand der Republik Belarus, im militärisch-politischen Bereich sammeln sollten".

Ein KGB-Beamter berichtet weiter, dass sie Kopien von Aufklärungsberichten erhalten hätten, die Sharoykos Spionagetätigkeit belegen.

"Sharoyko bestätigte, dass es sich bei ihm um einen Kaderoffizier des ukrainischen Militärgeheimdienstes handelt und er bestätigte seinen Rang als Oberst", sagte der KGB-Sprecher.

Ein belarussischer Staatsbürger gab laut dem KGB zu, an der Sammlung und Übergabe von Informationen über die Verteidigungskapazität von Weißrussland für Sharoyko, beteiligt gewesen zu sein.

Der KGB-Sprecher weigerte sich allerdings, Fragen von Journalisten zu beantworten.

Ukrainischer Botschaftsmitarbeiter zur unerwünschten Person erklärt

Die Arbeit von Sharoyko wurde angeblich von einem anderen Geheimdienstbeamten, Ihor Skvortsov, koordiniert, der als Diplomat in der ukrainischen Botschaft in Weißrussland arbeitete.

Skvortsov verließ mittlerweile das Land, nachdem er von den belarussischen Behörden zur "unerwünschten Person" erklärt worden war. Der ukrainische Botschafter, Ihor Kyzym, betilte den Grund der Ausweisung als "Unsinn".

Der ukrainische Geheimdienst erklärte die Spionagevorwürfe seien unwahr. Es wurde diesbezüglich informiert, dass Pavlo Shoroyko den Pressedienst des Hauptdirektorats des Nachrichtendienstes des Verteidigungsministeriums der Ukraine, angehört hatte, aber bereits im Jahr 2009 wegen seines Gesundheitszustands entlassen wurde.

Aus Quellen von ukrainischen Diplomaten wurde berichtet, dass die Festnahme des ukrainischen Journalisten, eine Fortsetzung der Desinformationskampagne durch russische Geheimdienste sei. Die falschen Informationen stammen demnach vom russischen Geheimdienst "FSB".